Profil

Name: Clemens Brummer FOTO
Geburtsdatum: 19.04.1986
Geburtsort: Berlin
Wohnort: Berlin
Körpergröße: 171 cm
Gewicht: 66 kg
Eltern: Heike und Bernd Brummer
Geschwister: Sophia Brummer
Trainerin: Viola Striegler
Choreograph: Hendryk Schamberger
Verein: SCC Berlin
Bestleistung: 196.31 Punkte (national)
175.23 Punkte (international)
Beruf: Student (Mechatronik)

Meine kleine Geschichte

Da stand ich nun. Mit einem Pokal in der Hand und einem Lächeln auf dem Gesicht. Ich hatte es geschafft. Genau auf diesen Augenblick hatte ich hingearbeitet, doch so richtig wahrhaben konnte ich es eigentlich noch nicht. Ich war Deutscher Meister geworden. Da stand ich nun und dachte: "Wie ist es eigentlich dazu gekommen?"

Alles begann an einem kühlen Frühlingstag im April des Jahres 1986. Ich erblickte im Krankenhaus Friedrichshain in Berlin das Licht der Welt. Nicht weit davon entfernt, wuchs ich in den folgenden Jahren zusammen mit meiner jüngeren Schwester Sophia im Charme einer Berliner Altbauwohnung auf. Unter der Obhut unserer Eltern Heike und Bernd machten wir schon bald unsere ersten kleinen Schritte.

Im Alter von sechs Jahren wurde ich in eine sportbetonte Grundschule, die Turnvater-Jahn-Grundschule, eingeschult. Die Schule befand sich im benachbarten Bezirk Prenzlauer Berg, unweit von unserer Wohnung. Sie lag neben einem Sportgelände, auf dem sich auch eine Eishalle befand. Noch während der ersten Klasse wurde ich damals zu einem Probetraining eingeladen. Meine erste Trainerin, Gabriele Sonntag, hatte sich während der Frühstückspause ein paar Mädchen und Jungen aus den ersten Klassen herausgesucht. Am nächsten Tag zog sie mir die Schlittschuhe an und es ging ab aufs Eis, wo ich dann unbeirrt an der Bande entlang marschierte.

Nur wenige Wochen vergingen und ich stand schon fast jeden Tag auf dem Eis. Wenn ich es mir recht überlege, war mein neues Hobby bereits von Anfang an auf Leistungssport ausgelegt. Zu meinen Trainingskollegen, die ebenfalls Spaß an dem Sport gefunden hatten, zählten insbesondere Christopher Ost und Arndt Michaelis. Zusammen lernten wir die ersten Sprünge und bestritten unsere ersten Wettkämpfe. Auch meine Schwester hatte inzwischen Gefallen am Eis gefunden.

Ab der fünften Klasse durfte ich dann auf das nahegelegene Coubertin Gymnasium gehen. Dies ist ein Sportgymnasium, das auch heute noch zu einer der wenigen Eliteschulen des Sports zählt. Die Klassen wurden nach Sportarten unterteilt und neben Eiskunstlaufen waren auch Sportarten wie zum Beispiel Wasserspringen, rhythmische Sportgymnastik, Bogenschießen, Tischtennis und Volleyball in meiner Klasse vertreten.

Neben den regionalen Wettbewerben nahm ich nun bereits auch an nationalen Wettkämpfen teil. Meist nahm sich mein Vater extra dafür frei und fuhr uns mit dem Auto direkt bis zum Veranstaltungsort. Selbst wenn wir dabei durch ganz Deutschland fahren mussten.

1997 zogen wir ein bisschen weiter auswärts in eine neue Wohnung. Sie lag ganz in der Nähe des Sportforums in Hohenschönhausen. Kurze Zeit später wechselte Sophia zum Eischnelllauf und trainierte ab da in der nahegelegenen Trainingsstätte.

Als junges Nachwuchstalent wechselte ich dann in der 9. Klasse von Gabriele Sonntag zu Viola Striegler. Meine neuen Trainingskollegen, zu denen ich aufsehen konnte, waren von nun an unter anderem Andre Kaden und Caroline Gülke. Nachdem sich unsere Trainingsstätte auch in das Sportforum verlagert hatte, wechselte ich mit Beginn der 11. Klasse auf die Werner-Seelenbinder-Schule. Sie liegt mit auf dem Gelände des Sportforums und zählt ebenso zu den ausgewählten Sportschulen, auf der zum Beispiel auch Franziska van Almsick großgeworden ist.

Dort konnte ich meine Schulzeit um ein Jahr strecken, um neben dem Unterricht mehr Zeit für den Sport zu haben. 2006 absolvierte ich dann erfolgreich das Abitur und begann noch im selben Jahr mit dem Studium der Mechatronik an der Beuth-Hochschule für Technik Berlin (damals Technische Fachhochschule Berlin).

Unter dessen hatte sich auch die Trainingsgruppe mehrfach verändert. Neben Peter und Martin Liebers hatte sich auch Stefan Lindemann zu uns gesellt. Innerhalb dieser starken Trainingsgemeinschaft entstanden nicht nur gute Freundschaften, sondern auch große sportliche Leistungen.

Ja, so war das gewesen. Und hier in Dresden im Januar 2008 hatte ich einen weiteren kleineren Schritt in meinem Leben gemacht. Ich war Deutscher Meister geworden. Und nun?

Nun warten natürlich schon wieder neue Ziele auf mich, denn: "The show must go on!"

Euer Clemens